2026-01-23 Die Verzweiflung eskaliert! Der Ausraster!

Top News Journal M.H. Bild im Artikel verwendet von Danmarks Blog
Top News Journal M.H.

Was heute passiert ist – und warum ich um mein Leben kämpfen muss

Gegen 19 Uhr bekam ich plötzlich kaum noch Luft. Erst versuchten wir noch zu Abend zu essen, aber mein Zustand verschlechterte sich rasch – bis hin zu einem schweren Bronchospasmus.
Meine Helferin Jenny versuchte den Bereitschaftsarzt zu erreichen, doch die Nummer funktionierte nicht. Also blieb nur der Notruf.

Der Rettungswagen kam etwa 18 Minuten später. Um überhaupt durchzuhalten, hatte ich bereits eine Morphin‑Tablette zerkaut.
Es waren dieselben Sanitäter wie beim letzten Mal. Wieder stellten sie die Frage, warum ich nicht im Krankenhaus bleibe oder warum ich entlassen wurde.

An dieser Stelle bin ich komplett ausgerastet.

Ich habe geschrien, dass man mich sterben lässt, weil ich angekündigt habe, die Verantwortlichen zu verklagen.
Denn die normale Behandlung bei einer akuten Verschlechterung meiner COPD/Emphysem wäre eindeutig:
Antibiotika, Kortison intravenös, 2–3 Tage stationär.
Stattdessen wurde ich als Deutscher ohne Medikation entlassen, trotz zusätzlicher Diagnose:
Lungenödem – Wasser in der Lunge.

Ich musste mit dem Taxi nach Hause.

Am nächsten Tag rief ich meinen eigenen Arzt an – wie ich es die nächsten sieben Tage jeden Morgen um 11 Uhr tat. Ein Termin wurde angekündigt.
Trotzdem kam jede Nacht ein Notarzt oder eine Krankenschwester  zu mir, gab Spritzen oder Tabletten.
Und jeder einzelne sagte denselben Satz:

„Markus, du musst ins Krankenhaus, sonst stirbst du.“

Einer der Sanitäter meinte jedoch, ich würde „gut aussehen“, besser als beim letzten mal .
Also sagte ich: „Wenn ich gut aussehe, könnt ihr ja wieder fahren.“

Ich war völlig außer mir.

Das Telefonat mit dem Auswärtigen Amt

In meiner Verzweiflung rief ich beim Auswärtigen Amt an – in der Hoffnung, dass man mir als Deutschem in einer lebensbedrohlichen Situation helfen könnte.
Ich erklärte der Dame am Telefon, dass ich hier wissentlich allein gelassen werde, dass medizinisches Personal, Ärzte und die Kommune Mariagerfjord sich weigern zu helfen, obwohl alle informiert sind.

Ich schilderte ihr auch den Hintergrund:
Mir wurde die Lungentransplantation aufgrund falscher medizinischer Aussagen verweigert.
Ich kann diese Aussagen nachweislich widerlegen und wir arbeiten juristisch daran.

Ich erklärte ihr, dass man mich hier sterben lässt , dass niemand hilft, obwohl ich alles belegen kann.
Ich sagte ihr, dass ich mehrfach bei der deutschen Botschaft angerufen habe und dort ebenfalls keine Hilfe bekomme.

Die Dame sagte jedoch immer wieder, sie sei nicht zuständig.
Ich solle mich an die deutsche Botschaft in Dänemark wenden.

Ich erklärte ihr, dass ich das bereits dreimal getan habe, dass ich eindringlich um Hilfe gebeten habe – ohne Ergebnis.
Ich sagte ihr, dass ich hier sterbe, dass niemand eingreift, dass alle wegschauen.

Das Gespräch eskalierte, weil sie mir immer wieder sagte, sie könne nichts tun.
Als ich nach ihrem Namen fragte, verweigerte sie ihn.
Ich sagte ihr, dass ich auch dagegen vorgehen werde.
Sie beendete das Gespräch.

Damit war klar: Auch das Auswärtige Amt hilft nicht.

 

Das Telefonat mit der deutschen Botschaft

Danach rief ich die Notrufnummer der deutschen Botschaft in Dänemark an.
Die Dame dort war freundlich und verständnisvoll – aber auch sie sagte, sie könne nichts tun.
Sie sei keine Medizinerin, und medizinische Hilfe müsse von dänischen Stellen kommen.

Ich erklärte ihr, dass genau diese Stellen seit Monaten nichts tun, obwohl überall Klagen laufen und jeder Bescheid weiß.
Ich sagte ihr, dass ich hier ohne Hilfe sterben werde, wenn niemand eingreift.

Sie sagte, das dänische Gesundheitssystem sei „sehr gut“ und sie kenne viele Deutsche ohne Probleme.
Ich erklärte ihr, dass das eine Illusion ist – dass viele Dänen selbst lieber nach Deutschland oder ins Ausland gehen, weil sie dem eigenen System nicht vertrauen.

Doch auch sie konnte oder wollte nichts tun.

Damit war klar:
Weder das Auswärtige Amt noch die deutsche Botschaft helfen einem Deutschen in akuter Lebensgefahr, wenn er in Dänemark lebt.

Die verweigerte Lungentransplantation – und was dahintersteckt

Was die Lungentransplantation betrifft, habe ich in den vergangenen Jahren Dinge erlebt, die ich bis heute kaum fassen kann.
Die höchsten medizinischen Stellen in Dänemark – Aarhus, Kopenhagen, Aalborg – haben mir schriftliche Begründungen geliefert, warum mir eine Transplantation verweigert wurde.
Diese Begründungen kann ich nachweislich widerlegen, und genau daran arbeiten wir juristisch.

Erst viel später wurde mir klar, dass es offenbar eine interne Richtlinie gibt, nach der Ausländer grundsätzlich keine Herz‑ oder Lungentransplantation in Dänemark erhalten – unabhängig davon, wie lange sie hier leben oder wie sehr sie Teil der Gesellschaft sind.
„Dänemark first“ 

selbst wenn das bedeutet, dass jemand stirbt, der sein ganzes Leben hier verbracht hat.

Für mich war das ein Schock.
Ich habe in vielen Ländern gearbeitet und gelebt, aber eine solche Feindseligkeit gegenüber Deutschen habe ich nie erfahren.
Schon früh sagte mir ein Makler, man müsse als Deutscher vorsichtig sein, man dürfe nicht vergessen, „was die Deutschen den Dänen angetan haben“.
Solche Bemerkungen ziehen sich durch viele Situationen – man wird für Dinge verantwortlich gemacht, die man selbst nie getan hat und die Jahrzehnte zurückliegen.

Ich werde dazu einen eigenen Beitrag in unserem Dänemark‑Blog veröffentlichen, in dem ich auch auf historische Hintergründe eingehe, die selten öffentlich thematisiert werden.

Der größere Zusammenhang

Was mir hier medizinisch passiert, ist kein Einzelfall.
Auch viele Dänen berichten, dass sie in schweren Situationen allein gelassen werden – egal, welche Krankheit sie haben.
Menschen werden wissentlich ohne Hilfe gelassen, und das Umfeld schaut weg, weil jeder mit seinem eigenen Leben beschäftigt ist.

Das ist die Realität, die ich hier erlebe.
Und es ist eine Realität, die Leben kostet.

 

 

Markus Hecker

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